TRANZIT PAPER

space. body. politics.

Posts from the “QUOTES” Category

Inside Outside

Posted on 2012/10/25

The following quote is taken from Chance and Control: An interview with Petra Blaisse by Brendan Cormier and Arjen Oosterman, published in Volume 33: Interior.
Blaisse talks about her work at the Rietveld pavilion in Venice on the occasion of the 13th Architecture Biennale, the organization of in- and outdoor spaces, fluidity and movement and the influence fashion has not only on interior design but also on the creation of gardens.

Schön ist es ja, aber verboten.

Posted on 2012/09/11

Auszug aus einem Kommentar über verpöntes Verhalten im öffentlichen Raum von Ronald Frühwirth, erschienen auf derStandard.at: Schön ist es ja, aber verboten

“[...] Verboten ist es etwa, in Parks zu grillen, auf Wiesen zu liegen, Füße in Springbrunnenwasser zu tauchen, auf Parkbänken liegend zu verweilen, am Fuße von Denkmälern zu essen oder zu trinken, Flyer auf freie Reklameflächen zu kleben, um Geld zu schnorren, auf der Straße zu musizieren, in Gastgärten laut zu sprechen, mitgebrachten Alkohol zu konsumieren, auf Seepromenaden Rollschuh zu fahren, in Höfen Ball zu spielen, auf Gehsteigen mit Rollern zu fahren, in zerschlissener Kleidung zu gehen, Blumensamen auf öffentlichem Grund auszustreuen oder unmotiviert am Gehsteig stehen zu bleiben.

Das Ordnungsrecht: Leben verboten

Posted on 2012/07/10

Quote: Stefan Laurin: Freiheit oder Ordnung, erschienen am 10.07.2012 auf Publikative.org.

Doch das Ordnungsrecht ist nicht nur ein scharfes Schwert, wenn es gegen Hausbesetzer geht: Jugendzentren werden geschlossen, weil sich Anwohner an abendlichen Konzerte stören, Clubs, weil Nachbarn die Gespräche von Besuchern auf der Straße lästig finden. Der Kneipe kommt man mit dem Rauchverbot bei und wenn das nicht hilft, entspricht die Küche nicht mehr den geforderten Gesundheitsstandards.

Früher wurden Ansammlungen von Punks von vielen Stadtväter und besorgten Bürger als Zumutung empfunden. Sie zu vertreiben galt jedoch als unschicklich und Zeichen von Provinzialität. Verbietet die Stadt allerdings Glasbierflaschen auf den Plätzen und wirft einen Blick auf die Steuermarken der Hunde, ist die Lokalpolitik auf der sicheren Seite und die Punks müssen von dannen ziehen.

Die Muppets sind erfolgreich renitent

Posted on 2012/06/19

In der WOZ-Ausgabe vom 14.06.2012 schreibt Ted Gaier über die legendären Esso-Häuser in Hamburg, St. Pauli. Um für eine zahlungskräftigere Klientel Platz zu schaffen, plant ein bayrischer Investor, die Häuser abzureißen.
Ted Gaier ist Musiker (Die Goldenen Zitronen), Theaterschaffender und Politaktivist und als Anwohner in der Initiative Esso-Häuser engagiert.

Learning from Prenzlberg

Posted on 2012/06/13

[...] Wer Gentrification verstehen will, sollte also bedenken: Es handelt sich um ein Klassenphänomen. Nicht im genuin Marxschen, sondern eher im Bourdieuschen Sinne. Das bedeutet: Die vielzitierte “Aufwertung” eines Stadtviertels gilt immer nur für eine bestimmte Klasse, für ein bestimmtes Milieu. Das heißt wiederum: Man sollte Gentrification nicht als “natürlichen” Prozess betrachten – eine immer wiederkehrende konservative Ausflucht. Sondern man sollte Gentrification als ökonomisch und vor allem institutionell begleitete, gewollte Verfügbarmachung von urbanem Raum für bestimmte Menschen begreifen. [...]

Die Stadt als abgeschottete Enklave und die Paranoia vor dem Fremden

Posted on 2012/05/25

Ein Auszug aus einem Interview mit dem US-Geographen und Ökonom David Harvey, erschienen auf Telepolis.

[...]Das Prinzip der neoliberalen Stadtpolitik lautet: “Spalte und herrsche!” Durch diese Politik sind Enklaven entstanden, die sich von ihrer Umwelt abzuschotten versuchen und in denen die Paranoia wuchert, die Angst vor Menschen, die anders sind oder auch nur so aussehen. Der Fragmentierung der Stadt entspricht die verbreitete Haltung, man hätte das Recht, in der eigenen Nachbarschaft nicht mit Fremdem konfrontiert zu werden.