TRANZIT PAPER

space. body. politics.

Posts from the “N°06 PERFORMANCE” Category

“100 Handlungsanweisungen” or “100 Instructions On How To Act”

Posted on 2012/11/16

Almost everybody in Vienna should know these posters -  you often stumble upon them while waiting for the next subway to arrive: 100 Handlungsanweisungen / 100 Instruction On How To Act is a project for the townsfolk, for art recipients, for flâneurs, slowpokes and stressed ones.
Once started as an art project in 2002, aiming to remap the area around Karlsplatz in Vienna, which is one of the most important strategic and frequent transportation hubs in the city, some of the project`s relicts are still visible in some stations throughout the Viennese underground today.

The Melting Pot: Humans of New York

Posted on 2012/09/07

Photo: Humans of New York

No wonder that this project`s audience has exploded in the past months: The photographer Brandon Stanton approaches New Yorkers on the street and photographs them. He uploads their portraits to his platform and to its Facebook page, where about 253 thousand fans can comment his visual diary (and which has become the heart of the project – it`s updated nearly 4x as often as the website).

The impressive project Humans of New York shows people on the streets of the city that never sleeps. Furthermore, the fascinating diversity in race, religion, sociocultural background, and fashion comes to the foreground – and seems to prove visually, what a melting pot and urban life in an immense metropolis like New York is made up by, namely its colorful people.

Lucia Glass: Movement and Clothing

Posted on 2012/06/30

Die Wechselwirkungen zwischen Bewegung und Kleidung zeichnen die Performance Sensation der deutschen Choreographin Lucia Glass aus. Gemeinsam mit professionellen Laufstegmodels untersucht sie die Mode junger Avantgarde-Designer und lotet dabei ganz spielerisch die Grenzen der Bewegungsfreiheit aus. Soeben hat Lucia Glass die getanzte Modenschau im Rahmen des SOF/ Summer of Fashion im Museumsquartier in Wien präsentiert. Im Interview spricht sie darüber, wie sie sich für diese Choreographie der Welt der Mode genähert hat.

 

Warum ist Performance das neue Schwarz?

In vielen Bereichen geht es heute vornehmlich um die Performance: Es ist beispielsweise weniger wichtig, welche Kleidung oder welche Farbe ich trage, als vielmehr die Art und Weise, wie ich die Kleidung und mich selbst präsentiere. Es wird immer mehr Wert auf den Auftritt gelegt und wie man anderen Menschen gegenübertritt. Für mich ist das alles Performance. Spannend finde ich auch, wie sich der Begriff Performance mittlerweie in anderen Bereichen wiederfindet. Wenn ich im Internet Performance eingebe, stoße ich auch auf die Performance von Maschinen oder Motoren.

Film, Fotografie oder bildende Kunst – Sie arbeiten mit Vorliebe an der Schnittstelle zu anderen Disziplinen. Ihre Show Sensation widmet sich nun der Beziehung von Bewegung und Mode…

Mode reizt mich ästhetisch. Es ist das erste Mal, dass ich so intensiv mit Mode gearbeitet habe. Und es ist mir auch wichtig, zwischen Mode und Kostüm zu unterscheiden. Das Kostüm besitzt eine theatrale Funktion, es soll in etwas verwandeln, den Findungsprozess in die Rolle unterstützen. Es trägt zum Konstrukt der Rolle bei. Das macht die Mode natürlich auch auf eine gewisse Art und Weise, aber sie versetzt dich nicht in eine Bühnen-Rolle. Das ist der Unterschied.

Retro in Tüten

Posted on 2012/06/29

“[...] Sprachgeschichtlich gesehen leitet sich das Wort [Retro, Anm.] vom gleichlautenden lateinischen Präfix her. In den populären Gebrauch gelangte es in den sechziger Jahren im Kontext der amerikanischen Raumfahrt, wo mit Retrorocket das Prinzip des Rückstoßes beschrieben wurde. In Frankreich hingegen meinte Rétro eine retrospektive politische Aufwertung der Rolle von Charles de Gaulle und des französischen Widerstandes im Zweiten Weltkrieg. [...]” Das erklärt Thomas Miessgang in einem Text über den Retro-Trend, der seit etwa 30 Jahren als Phänomen einer ideenlosen Epoche zu beobachten sei.

Soundcheck im Stadtgebiet

Posted on 2012/04/14

Soundtossing by Reinhard Gupfinger

Die Klangkulisse der Stadt ist ein akustisches Patchwork aus verschiedensten Quellen: bimmelnde Straßenbahnen, quietschende Bremsen, dröhnende Musik und Motoren. Doch manchmal hört, wer einen gut geschulten Hörsinn hat, durch den urbanen Soundteppich auch ein irritierendes Zirpen. Dann ist man vermutlich Ohrenzeuge von „Sound Tossing“.

Cycling Culture: Die große Bühne aus Asphalt

Posted on 2012/04/02

Die Gründe, auf das Rad zu steigen, sind weit zahlreicher als jene, die etwas mit Fitness, frischer Luft und weniger Lärm zu tun haben. Rad fahren in der Stadt verbessert die Lebensqualität. Die eigene und die der anderen. Wenn der Fahrtwind um die Nase weht, bewegt man sich mit anderem Bewusstsein durch die Stadt. Es wird auch schnell klar, was nicht funktioniert. Radfahrer erleben ihre Umgebung anders. Verzichtet man also auf das motorisierte Blech als schützende Hülle, begibt man sich in einen unmittelbaren Austausch mit dem Umfeld und nimmt auch Geräusche intensiver wahr. „Als Radfahrer ist man interaktiv mit der Stadt verbunden,” beschreibt Blum die positiven Effekte des Radelns. Und auch die Erdgeschoßzone bekommt das zu spüren. „Diese ist enorm wichtig für die Lebendigkeit einer Stadt. Und Rad fahren belebt sie, weil man so viel schneller stehen bleiben kann, in ein Geschäft gehen oder sich spontan in ein Café setzen.
Warum für Radfahrer die Stadt zur Bühne wird und was das mit der Erdgeschoßzone zu tun hat, erklärt Martin Blum, Fahrradbeauftragter der Stadt Wien, in einem Beitrag für Die Presse am Sonntag. Desweiteren gehts um Radlchic, Cycle Blogs und die Frage, wer denn all die Räder reparieren soll. [Weiterlesen]

(photo: Paul Rasper von Vienna Cycle Chic, credits: Clemens Fabry für Die Presse)