Wir sehen Gebäude wie Bäume, sie reinigen die Luft, erzeugen Boden und bieten Platz für mindestens 200 andere Lebewesen“, sagt Michael Braungart, der gemeinsam mit dem Architekten William McDonough das C2C-Konzept entwickelte. „Gebäude sollen nützlich sein, energiepositiv und nicht nur weniger schädlich – ein Baum ist ja auch energiepositiv und nicht kohlenstoffneutral“, fügt er hinzu. Mit Nachhaltigkeit im eigentlichen Sinn habe das Ganze allerdings wenig zu tun, denn „Innovationen sind nie nachhaltig; neue Dinge können nicht nachhaltig sein, sonst wären sie nicht neu“, erklärt Braungart eine der Leitideen. Vielmehr geht es darum, nachwachsende Rohstoffe einzusetzen und diese in Kreisläufen zu halten, sodass kein Abfall entsteht. Dazu bedarf es der genauen Kenntnis aller eingesetzten Materialien und Komponenten. (weiter lesen)

Cradle-to-Cradle: Das Wiegenlied der Baustoffe, veröffentlicht in Die Presse am Sonntag, 11.03.2012.