Die Gründe, auf das Rad zu steigen, sind weit zahlreicher als jene, die etwas mit Fitness, frischer Luft und weniger Lärm zu tun haben. Rad fahren in der Stadt verbessert die Lebensqualität. Die eigene und die der anderen. Wenn der Fahrtwind um die Nase weht, bewegt man sich mit anderem Bewusstsein durch die Stadt. Es wird auch schnell klar, was nicht funktioniert. Radfahrer erleben ihre Umgebung anders. Verzichtet man also auf das motorisierte Blech als schützende Hülle, begibt man sich in einen unmittelbaren Austausch mit dem Umfeld und nimmt auch Geräusche intensiver wahr. „Als Radfahrer ist man interaktiv mit der Stadt verbunden,” beschreibt Blum die positiven Effekte des Radelns. Und auch die Erdgeschoßzone bekommt das zu spüren. „Diese ist enorm wichtig für die Lebendigkeit einer Stadt. Und Rad fahren belebt sie, weil man so viel schneller stehen bleiben kann, in ein Geschäft gehen oder sich spontan in ein Café setzen.
Warum für Radfahrer die Stadt zur Bühne wird und was das mit der Erdgeschoßzone zu tun hat, erklärt Martin Blum, Fahrradbeauftragter der Stadt Wien, in einem Beitrag für Die Presse am Sonntag. Desweiteren gehts um Radlchic, Cycle Blogs und die Frage, wer denn all die Räder reparieren soll. [Weiterlesen]

(photo: Paul Rasper von Vienna Cycle Chic, credits: Clemens Fabry für Die Presse)