TRANZIT PAPER

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Posts tagged “urbanism

Rapid Urbanization in Istanbul: Ekümenopolis.

Posted on 2013/04/22



After London and Moscow, Istanbul with its nearby 15 million inhabitants, is the third largest city in Europe and makes up the biggest city in Turkey with 20% of the country`s population. Istanbul`s rapid urbanization and its neoliberal transformation, that shifted planning priorities, are discussed in the documentary Ecümenopolis: City without limits *, directed by İmre Azem. The film does not only focus on issues around transportation challenges, which have arose due to the city`s urbanization throughout the last years, but also questions the transformation process and its dynamics. Interviews with experts, academics, writers, investors, city-dwellers and community leaders make the film become a holistic experience.

[...] The neoliberal transformation that swept through the world economy during the 1980’s, and along with it the globalization process that picked up speed, brought with it a deep transformation in cities all over the world. For this new finance-centered economic structure, urban land became a tool for capital accumulation, which had deep effects on major cities of developing countries. In Istanbul, which already lacked a tradition of principled  planning, the administrators of the city blindly adopted the neoliberal approach that put financial gain ahead of people’s needs; everyone fought to get a piece of the loot; and the result is a megashantytown of 15 million struggling with mesh of life-threatening problems.

The Smell Of The City

Posted on 2012/09/18


Sissel Tolaas, SmellScape KCK/KCMO, site research, 2012, Photo by Megan Mantia

The sound of a city is a topic of growing interest (as mentioned here and here), and there`s still more to find out about our urban surroundings: For example, the smell of the city.

Some of you might remember the City-Smell Research by Sissel Tolas in Berlin in 2011, that captured the scent of various Berlin districts and, based on the results, created an olfactory map of the city. With a background in science and linguistics, Tolaas has spent decades exploring how smell – one of our most powerful and least understood senses – can help us improve tolerance within our cultures and communities. She conducts her social experiments with a sense of discovery and play. Nothing stinks,” says Tolaas, “but thinking makes it so!

Soundcheck im Stadtgebiet

Posted on 2012/04/14

Soundtossing by Reinhard Gupfinger

Die Klangkulisse der Stadt ist ein akustisches Patchwork aus verschiedensten Quellen: bimmelnde Straßenbahnen, quietschende Bremsen, dröhnende Musik und Motoren. Doch manchmal hört, wer einen gut geschulten Hörsinn hat, durch den urbanen Soundteppich auch ein irritierendes Zirpen. Dann ist man vermutlich Ohrenzeuge von „Sound Tossing“.

Liverpool 08 – Capital of Vulture

Posted on 2012/04/07

Die Premiere der Dokumentation Liverpool 2008 – Capital of Vulture fand bereits im Herbst 2011 im Rahmen des Festivals urbanize! statt. Der Film wirft einen kritischen Blick auf das Konzept der Kulturhauptstadt am Beispiel Liverpools. Nun wird der Film während des bi-annualen Festivals Soho in Ottakring am 16. Mai 2012 erneut in Wien gezeigt und diskutiert. Der Filmemacher und Stadtforscher Jürgen Cyranek gibt Auskunft über das Projekt, das er zusammen mit Rebecca Cyranek und Claudia Christen realisierte.


Die Dokumentation Liverpool 08 – Capital of Vulture beschäftigt sich mit dem Konzept Europäische Kulturhauptstadt, das ein fixer Bestandteil der europäischen Kulturpolitik ist. Wie ist die Idee zum Film entstanden?

Während meines Masterstudiums Geographie der Großstadt nahm ich an einem Projektseminar teil, dessen Schwerpunkt auf der Entwicklung der schrumpfenden zur kreativen Stadt am Beispiel Liverpools und Manchesters lag.
Zu Forschungszwecken sind wir vor Ort in Liverpool gewesen und obwohl sich unsere damalige Untersuchung nicht auf das Thema Europäische Kulturhauptstadt 2008 konzentrierte, kam dieses Thema in den Gesprächen sehr häufig auf. Unter den Künstlern war ein großer Unmut über das Event und dessen Auswirkungen zu spüren.
Zurück in Berlin, stand für mich schnell fest, dass ich für meine Abschlussarbeit noch einmal nach Liverpool zurückkehren wollte. Dieses Mal sollte das Konzept Europäische Kulturhauptstadt und dessen Bedeutung für eine kulturbasierte Stadterneuerung Liverpools im Mittelpunkt stehen.

Auf welchen Aspekten beruht dein Forschungsinteresse?

Ich war einerseits sehr gespannt darauf, die Stimmen der Künstler zu hören, und andererseits jene zu befragen, die unmittelbar an der Ausrichtung und Organisation des Konzeptes Kulturhauptstadt beteiligt waren. Als Forscher mit dem Schwerpunkt Stadt ist es mir ein großes Anliegen, meine Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das ist mit dem Medium Film sehr viel leichter möglich ist als mit wissenschaftlicher Literatur.
Die Filmproduktion basiert inhaltlich auf meinem theoretischen Fachwissen und den vor Ort gewonnenen Ergebnissen, unterstützt wurde ich von meiner Frau Rebecca, die sich für einen großen Teil der Filmaufnahmen verantwortlich zeigt und von Claudia Christen in organisatorischen Angelegenheiten und bei Übersetzungsfragen. Im Schnitt entwickelte ich dann die Dokumentation – und bin schon jetzt auf das Feedback der Zuschauer und die daran anschließende Podiumsdiskussion gespannt.

Die Stadt Liverpool hat sich erfolgreich als Capital of Culture 2008 beworben. Welche Maßnahmen seitens der Stadtentwicklung und Politik resultierten daraus für die freie Kunstszene der Stadt?

Der Wunsch der Stadtverwaltung war, das Image der Stadt zu verbessern und das Interesse von Investoren zu wecken. Diesen Zielen wurde alles weitere untergeordnet. Als 2003 fest stand, dass die Stadt Liverpool der Ausrichter für die Kulturhauptstadt 2008 werden würde, beschäftigen sich die beiden Wissenschaftler der University of Liverpool Stuart Wilks-Heeg und Paul Jones (letzterer ist auch ein Interviewpartner in meinem Film) bereits vorab mit der Bedeutung, welche dies für die lokale Kulturszene haben könnte .*

Bereits 2004 warnten sie davor, dass die Stadtverwaltung im Rahmen der Ausrichtung des Events die freie Kunstszene ignorieren könnte und damit deren Lebensraum gefährden würde. Die Wissenschaftler befürchteten, dass alle vorab gemachten Versprechungen, wie z.B. die Einbindung der Kunstszene und der örtlichen Bevölkerung im allgemeinen, nur dazu dienten, das Entscheidungskomitee bei der Wahl zur Kulturhauptstadt positiv zu stimmen.

Liest man den Artikel von Jones und Wilks-Heeg aufmerksam, schaut sich meine Dokumentation an oder spricht mit den Künstlern vor Ort, bleibt kaum etwas anderes übrig, als der Stadt dafür zu gratulieren, vieles falsch gemacht und die im Vorfeld geäusserten Befürchtungen bestätigt zu haben.
Die alleinige Ausrichtung auf die Interessen der Investoren, vor allem der Bau eines Shoppingcenters, Liverpool One, im Herzen der Stadt mit einem Pachtvertrag von 250 Jahren, und die damit verbundene Vertreibung von Künstlern durch steigende Mieten (die lokalen Vermieter versprachen sich ebenso eine große Nachfrage nach Immobilien als Folge der Ausrichtung), entsprach in keiner Hinsicht einer Förderung der lokalen Kunstszene.

Passagen

Posted on 2012/03/05

Vienna, Karlsplatzpassage

[...] Sie sind Teil der Stadtkultur und damit auch eines vielgestaltigen und verzweigten Geflechts an öffentlichem Raum – die Passagen. Ihre Erscheinungsformen sind vielfältig, schließlich liegt die Entstehung mehr als zwei Jahrhunderte zurück. Dass sich die Passage als europäischer Bautypus der Stadt am Ende des 18. Jahrhunderts herausbildete, ist sowohl auf die damalige Hochkonjunktur des Textilhandels als auch auf die Anfänge des Eisenbaus zurückzuführen. „Die Stadt verdichtete sich, und es gab eine Nachfrage nach Handelseinrichtungen“, erklärt Rudolf Scheuvens, Urbanist an der TU Wien. [weiter lesen]

Passage: Geschützt und doch öffentlich veröffentlicht in Die Presse am Sonntag, 04.03.2012.